Das Hochbeet – Garten selber machen

Kein Garten, kein Platz, kein Boden? Kein Problem!

Auch Stadtmenschen haben Lust zu gärtnern und eigenes Gemüse anzupflanzen. Leider fehlt es oft an Platz. Ein Hochbeet bietet die Gelegenheit, ein eigenes, kleines Gartenparadies zu schaffen. Hier kann man nach Herzenslust das anbauen, was es im Supermarkt nicht gibt: Besonders leckere, bunte Tomaten, seltene Salatsorten oder spezielle Beeren. Hochbeete sind schnell gebaut, kosten wenig Geld und machen eine Menge Spaß. Und wenn es mal nicht passt, sind sie auch schnell wieder abgebaut.

Ein Ort für alle – zusammen gärtnern

Das Hochbeet ist eine tolle Möglichkeit, einen kleinen Garten auf Flächen zu schaffen, die asphaltiert, gepflastert oder anders versiegelt sind. Das können Hinterhöfe oder Abstellflächen vor dem Mietshaus sein. Wenn du dort gärtnerst, kommst du sicher mit Nachbarn in Kontakt. Viele ältere Menschen kennen bestimmt noch Sorten, die es im Supermarkt nicht gibt und haben Tipps und Tricks parat, wie man Gemüse verarbeitet und haltbar macht.

Gut fürs Klima

Das eigene Gemüse im Hochbeet anzubauen ist nicht nur spannend und lecker, sondern auch gut fürs Klima und die Umwelt. Wusstest du, dass für ein Kilo sonnengereifter Tomaten, das aus Spanien oder Italien zu uns kommt, bis zu 100 Liter Wasser verbraucht werden? Da es in den Regionen, in denen Tomaten und anderes Gemüse angebaut werden, häufig sehr trocken ist, ist das ein großes Problem. Dazu kommt der weite Transport, der viel CO2 verursacht. Es gibt also gute Gründe, seine eigenen Tomaten anzubauen.

Was du brauchst für dein Hochbeet

  • 3-4 Aufsatzrahmen vom Baumarkt
  • Gehölzschnitt grob und fein
  • Kompost grob und fein
  • Nach Bedarf: 1 Euro-Palette als Unterbau, Hasendraht
  • Gartengeräte: Schubkarre, Spaten, Gartenschere

1. Schritt Aufbauen

Wenn der Boden versiegelt ist, oder ihr nicht sicher seid, ob sich giftige Stoffe im Boden befinden, dann solltet ihr das Beet auf einer Euro-Palette aufbauen. Auf die Palette oder auf den Boden steckt ihr drei oder vier sogenannte Aufsatz rahmen (aus dem Baumarkt). Wer will, kann unter dem Beet „Hasendraht” (Baumarkt, Zoohandlung) befestigen, damit keine Mäuse ins Beet kommen. Stellt Euer Beet so auf, dass genug Sonne darauf scheint, also nicht nach Norden ausgerichtet, oder unter schattigen Bäumen.

2. Schritt Befüllen

Hochbeete funktionieren so:
Es werden mehrere Schichter von grobem Material (unten) bis feinem Material (oben) übereinder geschichtet. Überschüssiges Wasser muss abfließen können. Das grobe Material in der mittleren Schicht zersetzt sich langsam. Dabei entsteht Wärme (Fußbodenheizung). In der feinen Erde ganz oben können die Pflanzen gut wachsen. Die Schichten sollten 20 bis 30 cm stark sein und gut festgetreten werden, damit sie nicht absacken.

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